wir haben beschlossen diesen Blog all denen zu widmen die schon immer mal in der Karibik segeln wollten aber nur bis Daenemark gekommen sind und all den junggebliebenen unter euch die sich vorstellen koennen wie genial es ist 3 Tage im Sand zu spielen.
Wir hoffen das sich jetzt alle angesprochen fuehlen.
Wir haben uns 7 Tage und sechs Naechte Urlaub vom Urlaub gegoennt und waren davon 3 Tage in den Whitsundays Segeln. Zur Info, die Whitsundays sind eine Inselgruppe aus 74 kleinen und groesseren Inseln vor der Ostkueste Australiens die James Cook angeblich so genannt hat da er sie an einem Pfingstsonntag entdeckt hat. Aber : Irrtum. Er hat sie auf irgendeinem Montag etwa 50 Tage vor Pfingsten entdeckt. Aber Monday islands haette ja lange nicht so schoen geklungen. So, genug gelernt. Fangen wir mal wieder an euch neidisch zu machen.
Gleich morgens um 9 bezogen wir also unser Quartier fuer die naechsten Tage. Die "The Card"
war das Zielobjekt. Ein fuer 28 Personen ausgelegtes Segelschiff. Wie wir recht schnell bemerkten, waren aber nur insgesamt komfortable 14 Personen an Board, plus 2 Koeche, Captain und Hilfscaptain. So war immer genuegend Platz an Deck um sich in der Sonne zu ahlen. Denn davon hatten wir wirklich genug. Was den ersten Tag etwas fehlte war der Wind, sodass wir ziemlich lange Motorboot gefahren sind. Alle durften dann mal fuer das obligatorische "ich steuere auch mal ein Boot" Bild hinters Ruder und ansonsten haben wir uns nicht viel verausgaben muessen.
Dachten wir bis dato. Zwischendurch wurden dann doch mal die Segel gesetzt und dafuer brauchte man schon die vereinten Kraefte von sechs Crewmitgliedern. Also mussten wir uns doch etwa 2 mal am Tag fuer 30 Sekunden richtig anstrengen. ;-)
Gleich am ersten Tag wurde ein Schnorchelspot angefahren und hier enstanden auch endlich die ersten Beweisbilder das auch ich im Wasser war. Auf grund der vorkommenden Quallen mussten wir schicke hautenge Anzuege tragen. Aber was machte das schon aus, wenn man so unglaublich viele bunte Fische und Korallen sehen kann. Die sehen dich schliesslich nie wieder.
Da wir jeden Tag super Wetter hatten, hatten wir natuerlich auch wunderschoene Sonnenuntergaenge die wir vom Boot aus mit gutem Essen und dem ein oder anderen Bier genossen.
Frueh am naechsten Morgen durfte die Crew dann zu Ihrem ersten Landgang und sich den unglaublichen Whitehaven Beach ansehen. Da waren wir dann alle einer Meinung.
Paradise found
Aus dem schneeweissen Sand haben wir dann fuer euch einen Sandmann gebaut. Schnee ist hier ja doch etwas selten. Auf diesem weg also schonmal Merry Christmas an alle.
Wieder zurueck auf dem Boot wurde erstmal lecker Lunch gemacht und bevor es weiter zum naechsten Schnorchelspot ging sind alle die mutig genug waren noch ne Runde fliegen gegangen.
ich gehoerte natuerlich nicht dazu.
An unserem letzten Abend sind wir dann nach
gesegelt wo es fuer uns und die anderen beiden Boote der Gesellschaft BBQ mit anschliessender Party gab. Sehr netter Abschluss. Aber es lag ja noch ein kompletter Segeltag vor uns.
Den letzten Tag sind wir wirklich fast ausschliesslich gesegelt. Waren wie jeden Tag davor auch schnorcheln und genossen einfach die Zeit auf dem Boot in der Sonne liegen, hier und da mal was zu essen vorgesetzt bekommen und sich um nichts kuemmern muessen.
Aber wie das immer so ist, soll man ja aufhoeren wenn es am schoensten ist und so liefen wir also gegen 5 wieder im Hafen ein. Packten unsere sieben Sachen, gingen mal wieder einkaufen, bauten unser Zelt auf, machten was zu essen und fielen in den ersten tiefen Schlaf seit drei Tagen. Doch die Nacht war so kurz wie immer. da wir unseren Trip auf die groesste Sandinsel der Welt schon gebucht hatten, mussten wir unserem straffen Zeitplan folgen und machten uns frueh auf Richtung Bundaberg.
Der Zwischenstopp in die Destillerie des rein Australischen Rums musste einfach drin sein.
Gerade noch so schafften wir es zur letzten Fuehrung des Tages und haben uns etwas ueber die Geschichte des Bundy Rums erzaehlen lassen. Wir sind ja schliesslich nicht nur zum Vergnuegen hier.
Aber schon wieder standen wir unter Zeitdruck, denn fuer Abends wollten wir uns noch am nahen Strand wilde Wasserschlidkroeten ansehen die dort Ihre Eier ablegen. Ganz schoen viel Bildung fuer einen Tag. Wir hatten aber dennoch Zeit fuer ne schnelle Pasta and das erste Bier am Campside
bevor wir auf Schildkroetenerkundungstour gingen. Mit etwa 100 weiteren Leuten warteten wir ab 7 also auf die Schildkroeten. Und wir hatten Glueck. Schon um neun war unsere Gruppe dran da sich mitlerweile die 4. Schildkroete am Strand eingefunden hatte. Im dunkeln, nur mit der kleinen Kopflampe des Rangers machten sich also etwa 30 Leute so lautlos wie moeglich auf, die Schildi zu finden. Wie uns der Ranger spaeter erzaehlte koennen die uns eh nicht hoeren, aber das erhoehte die Spannung. Und schliesslich lag sie vor uns und hatte schon ihr Loch fuer die Eiablage gebuddelt.
In etwas mehr als einer halben Stunde hatte die gute ihre 128 Eier gelegt und brauchte nun noch etwa eine halbe Stunde bis sie diese verbuddelt hatte und sich auf den Weg zurueck ins Meer machte. Wirklich beeindruckend. Da die Schildkroete Ihre Eier aber etwas zu nah am Wasser abgelegt hatte wurde ein neues Loch etwas geschuetzter in den Duenen gegraben und wir hatten alle die Ehre die Eier in das neue Nest zu tragen. Sehr cool.
Den naechsten morgen goennten wir uns dann etwas laenger schlaf, denn unser Ziel des Tages, Rainbow Beach, das Tor zu Fraser Island war nur noch wenige Kilometer entfernt.
In Rainbow angekommen mussten wir uns erstmal wieder an das uebliche Hostelflair gewoehnen. Aber es waren ja zum Glueck nur 2 Naechte. Um 2 gab es ein kurzes Breefing zur Tour und schliesslich die Gruppeneinteilung. Man staune: wir hatten nicht einen Hollaender bei uns mit im Auto. Die sind hier sonst naemlich genauso zahlreich vertreten wie in den beliebten Skigebieten.
Abends gab es dann das erste gemeinsame Dinner mit unseren weiteren 7 Weggefaehrten fuer die naechsten Tage. Frueh am kommenden morgen sollte es dann nach einem kostenlosen Fruehstueck losgehen.
Die Autos wurden gepackt und der Menueplan ging durch die Reihen.
Nach einem weiteren Breefing wie das mit dem 4 wd fahren so funktioniert und der Ermahnung das wir die Autos gefaelligst heile zu lassen haben ging es endlich auf die Faehre.
Da es noch frueh am Tag war besuchten wir gleich noch das erste "must see" der Insel. Der Lake MC Kenzie lag aber nicht direkt am 75 km langen befahrbaren Strand. Um da hin zu kommen musste man den Trek ins Inland waehlen und der war mal etwas sehr holprig. Ohne Vorwarnung des Fahrers wurden wir das ein und andere Mal ganz schoen durchgeschuettelt. Aber der Weg hat sich gelohnt. Erst Lunch und dann kristallklares Wasser.
Nach etwa 2 Stunden mal wieder nichts tun, mussten wir dann aber los um einen Zeltplatz zu finden, da wir auf Grund der Flut nur bis halb sechs am Wasser entlangfahren durften. Es gestaltetete sich aber alles einfacher als gedacht. In Teamarbeit wurden dann die Zelte aufgebaut waehrend ein paar andere schon angefangen haben das essen zu zaubern.
Der Geruch von Fleisch lockte dann unsere Freunde fuer die naechsten Tage an und unser Motto wurde:
Stay Dingo safe
Aber so richtige Probleme hatten wir nicht mit den wie Hunde aussehenden Woelfen. Sind ja eigentlich ganz niedlich. Bis auf die Tatsache das man von Faellen gehoert hat wo kleine Kinder von Dingos entfuehrt wurden. Aber wir sind ja schon gross.
Der naechste Tag bescherte uns dann alle moeglichen Sehenswuerdigkeiten von Fraser. Bis auf einen See den wir uns fuer den letzten Vormittag aufgehoben hatten.
Wir fuhren also zum Maheno Shipwreck